Das erste Semester beginnt – Was du jetzt wissen und erledigen solltest

Die Immatrikulation ist erfolgt, der BAföG-Bescheid eingetroffen, alle Formalitäten sind erledigt. Nun könnte man dem Start in das Hochschulleben gelassen entgegensehen. Doch je näher der Tag rückt, desto mehr wächst bei den wohl meisten Studienbeginnern die Aufregung. Immerhin beginnt ein neuer, wegweisender Lebensabschnitt mit vielen neuen Gesichtern. Doch keine Sorge, mit der Zeit wird sich alles finden. Hier einige Tipps, die dabei sehr hilfreich sein können.

Das Einführungsprogramm nutzen

Den Hochschulen ist es natürlich wichtig, dass sich die Neuankömmlinge wohlfühlen und ihr Studium von Beginn an erfolgreich gestalten. Daher gibt es in der Regel ein informatives Einführungsprogramm, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Wenn es sich hierbei auch um eine freiwillige Sache handelt, solltest du diese Termine auf keinen Fall verpassen. Dauer und Umfang können sehr unterschiedlich sein, dabei werden sowohl fächerübergreifende als auch fachspezifische Veranstaltungen angeboten. Mal geht es also um organisatorische Angelegenheiten, die die komplette Hochschule betreffen, mal um eine Einführung für alle Bachelor- oder Masterstudiengänge und mal um Themen, die zum Beispiel nur den Studiengang „Eventmanagement“ betreffen.

Möglichst alles mitnehmen!

Wir empfehlen, an möglichst vielen Einführungsveranstaltungen teilzunehmen, auch wenn nicht alle dort erteilten Infos auf dich zutreffen. Doch irgendetwas, das später hilfreich sein kann, ist immer dabei. Obendrein bietet sich jedes Mal die Möglichkeit, einige Kommilitonen kennenzulernen. Falls du dich entscheiden musst, ist höchstwahrscheinlich das Programm der Fachschaften die beste Wahl. Viele Studentinnen und Studenten berichten zumindest, dass ihnen diese Veranstaltungen, die von höheren Semestern organisiert werden, besonders viel gebracht haben. Oft springt dabei neben wertvollen Informationen z. B. eine „Ersti-Party“ oder eine gemeinsame Tour durch die Studentenkneipen heraus. Im Rahmen der Einführungsveranstaltungen bieten die Fachschaften meist auch z. B. eine spezielle Bibliothekenführung an.

Die Fachschaften ‒ wer ist das eigentlich?

„Alle Studenten eines Instituts, einer Fakultät oder eines Fachbereichs“ gehören zur Fachschaft, so lautet die Definition bei wikipedia. Das bedeutet: Jeder, der sich an einer Hochschule immatrikuliert hat, wird (in den meisten Bundesländern) automatisch Mitglied der jeweiligen Fachschaft. Die Studierenden wählen gemeinsam ihre Vertreter in den „Fachschaftsrat“, der je nach Region auch als zum Beispiel „Fachschaftsvertretung“ oder „Studierendenrat“ bezeichnet wird. Bei Fragen oder Problemen triffst du hier auf gute Ansprechpartner. Die Fachschaften sind in der Regel über die Webseite der Hochschule zu finden, sodass du dir die wichtigsten Kontaktdaten schon einmal notieren kannst.

Frühzeitig hineinschnuppern

Am ersten Semestertag strömen bis zu Hunderte neuer Studierender durch die Gänge der Hochschule, und der Terminkalender beginnt sich zu füllen. Da bleibt nicht unbedingt viel Raum und Zeit für entspanntes Besichtigen. Daher ist es sinnvoll, der Uni, FH oder Akademie schon früher einen Besuch abzustatten. In vielen Fällen ist dies auch während der vorlesungsfreien Zeit möglich. Nun kannst du dir in Ruhe deinen künftigen Fachbereich ansehen, dich nach den Büros der Dozenten, dem Prüfungsamt oder dem Weg zur Mensa erkundigen. Bestimmt triffst du dabei auch schon auf einige Studierende, die dir gerne Auskunft erteilen.

Nur die Ruhe!

Spätestens zu Beginn der Vorlesungszeit geht es zumindest an den größeren Universitäten und Fachhochschulen turbulent zu. Es kann passieren, dass du dich dabei zunächst etwas verloren in der Masse der Studierenden fühlst und der Gedanke aufkommt: Hier werde ich mich niemals zurechtzufinden! In solchen Momenten hilft es daran zu denken, dass es den anderen genauso geht und schon sehr viele Menschen ihr Studium zufrieden bewältigt haben. Bei der Orientierung helfen Infobroschüren Lagepläne, die an vielen Hochschulen erhältlich sind und oft schon vorab im Internet heruntergeladen werden können.

Anmeldungen und Angebote

Während du deinen Studienort kennenlernst, kannst du auch schon einmal nützliche Anmeldungen vornehmen, etwa einen Bibliotheksausweis erstellen lassen, eine Kopiererkarte kaufen oder dich beim Hochschulsport registrieren lassen. Letzteres ist eine wirklich empfehlenswerte Sache, denn oft gibt es an den Universitäten & Co. die Möglichkeit, ein umfangreiches Sportangebot zu fairen Preisen zu nutzen. Übrigens, für viele Anmeldevorgänge und Ausweise benötigst du Passfotos, es ist also eine gute Idee, immer einige dabei zu haben. Besonders klassische Uni-Städte locken auch mit verschiedensten Vergünstigen und Angeboten für Studierende, bis hin zum ermäßigten Frühstück im Café. Bedenke frühzeitig, dass du hierfür deinen Studentenausweis benötigst.

Wenn der Schuh drückt

Je nach Größe der Hochschule wirst du auch einige oder sogar zahlreiche Beratungsstellen und Services auf dem Campus vorfinden. In der Regel gibt es eine zentrale Studierendenberatung sowie spezielle Ansprechpartner im jeweiligen Fachbereich. Bei besonderen Fragestellungen oder Problemen helfen unter anderem Familien- oder Frauenbeauftragte, Ansprechpartner für Studierende mit Behinderungen oder Berufsberater. Für die Phase kurz vor dem Abschluss ist der Career Service interessant. Weil es oft schnell gehen muss, wenn Probleme erst einmal aufgetreten sind, ist es sinnvoll, sich die wichtigsten Kontaktdaten schon einmal vorsorglich zu notieren oder da und dort ein Vorgespräch zu führen. Auch den Sitz von Instanzen wie etwa des Semesterticketbüros sollte man kennen. Jedenfalls gibt es für die wohl allermeisten Studienfragen passende Antworten ‒ man muss nur wissen, wo.


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