Gut vorbereitet ins erste Semester starten

Deine Bewerbung war erfolgreich und du hast den Studienplatz deiner Wahl erhalten? Glückwunsch! Natürlich muss dies ausgiebig gefeiert werden. Bei alledem solltest du aber auch daran denken, alle Dinge, die für einen reibungslosen Semesterstart erforderlich sind, rechtzeitig in die Wege zu leiten. Eine kleine Erinnerungshilfe.

Sich an der Hochschule einschreiben

Achtung, dies ist der wichtigste Punkt, damit du überhaupt mit dem Studium loslegen kannst. Erst mit der Einschreibung/Immatrikulation wird man an der Hochschule offiziell als Student geführt. Die Herleitung des Begriffes macht dies deutlich: Immatrikulation kommt von „Matrikel“ und bedeutet so viel wie Personenverzeichnis. Es handelt sich hierbei also nicht um die längst erfolgte Bewerbung, sondern um einen eigenen administrativen Schritt. Bei zulassungsfreien Studiengängen ist die Immatrikulation mit der Anmeldung gleichzusetzen, weil hier das Bewerbungsverfahren entfällt. So oder so, versäumt werden darf sie auf gar keinen Fall, denn dann verfällt der Studienplatz.

Auch im Urlaub daran denken

Die Immatrikulation ist an bestimmte Fristen gebunden und muss in der Regel vor Semesterbeginn erfolgen. Bei zulassungspflichtigen Studiengängen wird man normalerweise schriftlich dazu aufgefordert. Nur, was ist wenn das Schreiben im Briefkasten landet, während du im Urlaub bist? Denke also daran, dies bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und erkundige dich rechtzeitig nach dem Ablauf der Immatrikulation. Oft genügt bereits in Blick auf die Homepage der Hochschule.

Vorpraktikum erforderlich?

In manchen Fällen ist ein Vorpraktikum Pflicht, um den Studiengang antreten zu können. Damit will die Bildungseinrichtung sicher stellen, dass die künftigen Studenten auch genau wissen, was sie im Studium und Berufsleben erwartet. Aus diesem Grund soll das Praktikum eigentlich bereits vor dem ersten Hochschultag abgeschlossen sein und die Bestätigung spätestens bei der Immatrikulation vorgelegt werden. Falls du solch ein Praktikum benötigest, solltest du dich also frühzeitig um einen Platz bemühen, denn je nach Hochschule kann es sein, dass zum Beispiel eine Praktikumsdauer von sechs Wochen verlangt wird. Viele Hochschulen sind bei dieser Regelung großzügig, häufig kann das Praktikum auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Aber: Darauf verlassen sollte man sich nicht. Im Zweifelsfall ist es besser, so früh nachzufragen, dass es notfalls immer noch die Möglichkeit gibt, diesen Nachweis vor Studienantritt zu erreichen.

Eine Bleibe finden

Auch die Suche nach einem Zimmer oder einer Wohnung am Studienort (sofern erforderlich) kann einiges an Zeit beanspruchen. Dies hängt natürlich davon ab, ob es sich z. B. um eine Großstadt mit schwierigem Wohnungsmarkt handelt, wie viel Miete man zahlen kann und welche Art von Wohnraum man bevorzugt. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es aber grundsätzlich besser, möglichst früh mit dem Studieren von Annoncen beginnen. Übrigens haben sich einige Internetportale auf dieses Thema spezialisiert und bieten Wohnraum speziell für Studis an, etwa www.studentenwohnung.com, www.studenten-wohnung.de und www.studenten-wg.de. Auch viele der „normalen“ Immobilienportale verfügen über eine entsprechende Suchfunktion.

Offen für Studenten

Besonders in typischen Universitätsstädten nutzen viele Vermieter den hohen Bedarf an „Studentenbuden“ und richten ihre Angebote danach aus. Während etwa Wohngemeinschaften anderenorts nicht immer gerne gesehen werden, finden sich hier eher Angebote wie „auch an WG“ oder „perfekt für Studenten“. Plätze in Studentenwohnheimen sind vergleichsweise leicht zu bekommen, nur ist auch dabei eine frühzeitige Anmeldung wichtig. Auskunft erteilen die Studentenwerke, die als Betreiber dieser Wohnheime fungieren.

Den Umzug organisieren

Ach, die paar Sachen sind doch schnell gepackt ‒ Wer schon einmal umgezogen ist, weiß dass es sich anders verhält. Wie von Zauberhand scheinen sich die eigenen Habseligkeiten zu vermehren, sobald sie in Umzugskartons untergebracht und transportiert werden sollen. Damit wären wir schon beim ersten Punkt: Ausreichend und stabile Kartons besorgen! Umzugskartons werden in Kleinanzeigen übrigens oft gebraucht verkauft, das spart so einige Euro. Auch an das Transportmittel, ggf. einen Fahrer und engagierte Helfer sollte man rechtzeitig denken. Bei einer eigenen Wohnung kommen noch so einige organisatorische Dinge hinzu: Telefon und Internet beantragen, Strom und Heizung anmelden (in manchen Städten müssen Mieter auch selbstständig ihr Wasser abrechnen), usw. Übrigens: Von den Fernseh- und Rundfunkgebühren können Studenten sich in der Regel befreien lassen.

Die Finanzierung klären

Nicht alle Studenten haben das Glück, komplett von den Eltern finanziert zu werden. Wer selbst ein Einkommen organisieren muss, sollte sich zeitig über die Möglichkeiten informieren. Immerhin gibt es deren so einige, hier findest du einen Überblick. Das Thema Jobben hat übrigens seit der Bologna-Reform eine andere Dimension erhalten: Durch die stärker verschulten und zeitlich gestrafften Bachelor-/ Masterstudiengänge ist es nicht mehr so einfach, auch noch regelmäßige Arbeitszeiten während des Semesters unterzubringen. Dies sollte dir auch bewusst sein.

Rechtzeitig Anträge stellen

In den wohl meisten Fällen ist es kein Problem, BAföG zu beantragen. Nur wenn z. B. das elterliche Einkommen zu hoch ist oder die Studentin/ der Student die Altersgrenze überschritten hat, besteht kein Anspruch auf diese Förderung. Denke daran, den Antrag rechtzeitig zu stellen, denn BAföG wird nicht rückwirkend bewilligt. Um Vergünstigungen wie Studentenrabatte nutzen zu können, solltest du dich auch möglichst umgehend um deinen Studentenausweis kümmern.

Los gehts

Und jetzt wünschen wir dir einen erfolgreichen Start ins Studium!


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