Eventmanagement Weiterbildungen im Detail

Weiterbildung: Veranstaltungstechnik

Eine Veranstaltung ohne Technik? Nicht möglich! Und du liebst Technik und kannst dir nichts Besseres vorstellen, als mit deinen Konzepten und Fähigkeiten ganze Veranstaltungen technisch umzusetzen? Perfekt! Dann ist eine Weiterbildung genau das Richtige für dich! Wir verraten dir unter anderem, welche Voraussetzungen du dafür mitbringen solltest und bei welchen Anbietern du die Weiterbildungen absolvieren kannst.

Der Veranstaltungstechniker ist der eigentliche Held einer jeden Veranstaltung. Keiner der Gäste sieht ihn, aber seine Arbeit ist unmittelbar wahrzunehmen: Er sorgt für guten Ton, die atemberaubende Lichtshow, er verlegt ordnungsgemäße Kabel, damit niemand darüber stolpert. Vorher hat er alles sorgfältig konzipiert und aufgebaut. Und wenn es irgendein Problem gibt, dann findet er die Lösung. Eigentlich fallen Veranstaltungstechniker erst dann auf, wenn der technische Ablauf nicht reibungslos funktioniert. Auch du kannst so ein stiller Held im Hintergrund werden, du musst nur die richtige Weiterbildung absolvieren.

Weiterbildung Veranstaltungstechnik:

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Inhalte der Weiterbildung

Stecker werden angeschlossenVorweg sei zunächst einmal gesagt, dass Veranstaltungstechnik ein sehr weites Feld ist. Und du bist im besten Fall ein wahres Multitalent, denn es geht nicht nur um die theoretische und technische Konzeption einer Veranstaltung, sondern auch um die ganz praktische Umsetzung.

Für alle Einsteiger beinhaltet die Weiterbildung einen Einführungsblock in die Veranstaltungstechnik. Darüber hinaus lernst du alles über Licht- und Tontechnik, Bühnentechnik, Effekttechnik, Strom und Verkabelung, Traversen und natürlich den wichtigen Bereich der Sicherheit und Vorschriften. Am Ende der Weiterbildung wird dein Wissen mit einer Klausur geprüft. Bei Bedarf kannst du an die Weiterbildung ein Praktikum anhängen, dies ist aber keine Pflicht.

Jeden inhaltlichen Block kannst du in speziellen Seminaren vertiefen und zusätzliche Qualifikationen erwerben oder dich gänzlich spezialisieren. Denn wie gesagt: Die Veranstaltungstechnik ist ein weites Feld, wenngleich es nur wenig Anbieter gibt. Das wirst du schnell merken, wenn du dich darüber informierst. Einige der Seminare sind umfangreicher als andere, manche finden nur als Tagesseminar statt. In manchen erwirbst du bestimmte Qualifikationen und Scheine. Solche Weiterbildungen findest du unter den verschiedensten Bezeichnungen.

Hier eine Auswahl:

  • Sachkunde für Anschlagmittel in der Veranstaltungstechnik
  • Sachkunde für Schallpegelmessung
  • Meister für Veranstaltungstechnik (IHK)
  • Ton- und Beschallungstechnik für Einsteiger oder Fortgeschrittene
  • Netzwerktechnik für Veranstaltungstechniker
  • u.v.m. 

Voraussetzungen

Veranstaltungstechniker richtet Scheinwerfer ausJe nachdem welche Weiterbildung du absolvieren möchtest, gibt es unterschiedliche formale Voraussetzungen. Die Weiterbildung zum Veranstaltungstechniker ist - abgesehen von einem Fachgespräch bei einer Akademie - zulassungsfrei. Solltest du deinen Meister für Veranstaltungstechnik machen wollen, solltest eine erfolgreich abgeschlossene Abschlussprüfung und mehrjährige Berufserfahrung in dem Bereich vorweisen können sowie den Erwerb berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse gemäß der Ausbilder Eignungsverordnung.

Abgesehen von den Formalitäten solltest du diese persönlichen Eigenschaften mitbringen:

  • Affinität zur Technik und technisches Verständnis
  • Interesse an praktischen Tätigkeiten (Aufbau, Montage von Bühnen, Anschließen von Elektrogeräten, Verlegen von Kabeln, technische Bedienung)
  • Exaktes Arbeiten
  • Kreativität für die Konzeptentwicklung
  • Vorerfahrungen sind hilfreich
  • Du solltest organisiert sein
  • Bereitschaft zu Überstunden, Wochenend- und Feiertagsarbeit

Dauer und Verlauf

Die Dauer der Weiterbildungen sind unterschiedlich lang. Sie können fünf Wochen dauern, aber durchaus auch weniger. Tagesseminare sind dazu da, um besondere Zusatzqualifikationen zu erwerben. Ob es sich bei den Weiterbildungen um Präsenzseminare handelt, Telelearning oder eine Mischung aus beidem, kannst du teilweise sogar selber bestimmen.

Anerkennung

Publikum bei einem KonzertNicht jede Bildungseinrichtung bietet eine IHK-zertifizierte Weiterbildung für Veranstaltungstechnik an. Wir empfehlen dir allerdings, bei deiner Suche nach der für dich richtigen Weiterbildung darauf zu achten, denn ein IHK-Zertifikat eröffnet dir weit bessere Chancen auf eine Anstellung bzw. Kundschaft. Das IHK-Zertifikat der Industrie- und Handelskammer ist deutschlandweit akzeptiert und genießt einen sehr guten Ruf in allen Branchen und somit bei allen Kunden und Geschäftspartnern. Das IHK-Zertifikat zeugt außerdem von der qualitativ hochwertigen und praxisnahen Weiterbildung, die du genossen hast. Es ist also ein entscheidender Vorteil im Vergleich zu einem einfachen Zeugnis der Bildungseinrichtung oder einer Teilnahmebescheinigung.

Berufliche Perspektiven

Konzertbühne während des AufbausAls Veranstaltungstechniker entwickelst du Konzepte für veranstaltungstechnische Systeme, Aufbauten und Abläufe. Du planst vor der Veranstaltung, welches technische Equipment und wie viel du davon brauchst. Gibt es vor Ort ausreichend Strom? Dann bist du am Aufbau beteiligt und während der Veranstaltung sitzt du an den Reglern, um die Technik zu bedienen. Du bist vor, während und nach der Veranstaltung im Einsatz und nach dem Event ist vor dem Event. Dabei hat jeder Kunde und Auftraggeber ganz eigene Vorstellungen von der Veranstaltung. Du bist dafür zuständig, sie technisch umsetzen.

Typische Branchen in denen du arbeitest sind:

  • Event- und Veranstaltungsagenturen
  • Messe- und Kongressveranstaltungen
  • Rundfunk- und Fernsehbranche
  • Kulturelle Einrichtungen
  • Ferienhotels und Kreuzfahrtschiffe

Gehalt

Veranstaltungstechniker sitzt am MischpultWie immer können wir nur Orientierungshilfen für das Gehalt geben. Bedenke, dass dein Gehalt immer abhängig ist von der Branche, der Größe deines Unternehmens, der Stadt, von deinen persönlichen Qualifikationen. Die Agentur für Arbeit gibt beispielsweise eine tarifliche, monatliche Bruttovergütung von rund 2.400 bis rund 2.850 Euro an. Ein Blick auf gehalt.de zeigt, dass diese Angaben im Großen und Ganzen tatsächlich einen durchschnittlichen Wert darstellen. So sind auch Monatslöhne im Bereich von rund 1.500 bis hin zu gut 5.000 Euro möglich sind.

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