Duales Studium: Die Vorteile und Nachteile im Überblick

Messen, Kongresse oder Events wie z. B. ein Open-Air-Festival setzen hohe Maßstäbe an die Veranstalter und Organisatoren. Marketing und Management spielen dabei eine große Rolle. Um hier erfolgreich agieren zu können, sind Qualifikationen erforderlich, die breites Hintergrundwissen voraussetzen (z. B. betriebswirtschaftliche Kenntnisse), aber auch auf einschlägiger Branchenerfahrung aufbauen. Wenn du deine berufliche Zukunft im Eventmanagement siehst, ist ein duales Studium also eine interessante Option. Doch auch dieses Format hat Seiten, mit denen nicht unbedingt jeder zurechtkommt. Daher gilt es, Vor- und Nachteile zu betrachten und sich gut zu informieren, bevor die Entscheidung getroffen wird. Dabei können allgemeine Infos zum dualen Studium und zum Bewerbungsverfahren helfen, die du zum Beispiel inkl. einer Auflistung aller dualen Eventmanagement Studiengänge hier findest.

Hoher Praxisbezug

Einige Hochschulen und Berufsakademien bieten duale Studiengänge im Bereich Eventmanagement an, manchmal auch als Schwerpunkt in einem breiteren Fachgebiet. So kannst du an der internationalen Berufsakademie Berlin Betriebswirtschaftslehre mit der Fachrichtung Event-, Messe- und Kongressmanagement studieren. Die Gestaltung des Lehrplans hängt von der Bildungseinrichtung und dem konkreten dualen Studienmodell ab, grundsätzlich aber haben diese Studiengänge einen gemeinsamen Vorteil, und zwar die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Im Wechsel zwischen Hochschule und Betrieb erhalten Inhalte einen konkreten Bezug und lassen sich unmittelbar anwenden.

Abwechslungsreiches Lernen

Bei einem dualen Eventmanagement-Studium verbringst du z. B. zweieinhalb Tage pro Woche an der Berufsakademie und zweieinhalb Tage in einem kooperierenden Betrieb. Mögliche Ausbildungspartner sind Eventagenturen, Congressveranstalter, Ferien- und Themenparks, Betriebe der Erlebnisgastronomie oder andere Unternehmen mit eigener Veranstaltungsabteilung. Während man bei einem rein wissenschaftlich orientierten Studium oftmals des Campus nicht verlässt, ist hier also für abwechslungsreiches Lernen gesorgt. Durch die kontinuierliche Einbindung in das Unternehmen werden dual Studierende schon vor dem Abschluss an ihre späteren Aufgaben herangeführt und aktiv in das Tagesgeschäft eingebunden.

Dozenten aus der Branche

Bei praxisorientierten Studiengängen werden viele Lehrveranstaltungen von Dozenten gehalten, die direkt aus der Branche kommen, z. B. eine Führungsposition in einem Unternehmen inne haben oder verantwortungsvolle Aufgaben in der Produktion übernehmen. So ist die Praxisnähe auch während der Hochschulphasen gegeben. Andere Vorlesungen und Seminare werden von den hochschuleigenen Professoren gehalten, sodass auch hier eine gute Mischung gesichert ist.

Studium in kleinen Gruppen

Berufsakademien & Co. werben häufig mit „Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen“ und „persönlicher Betreuung“. Tatsächlich sind überfüllte Hörsäle und Anonymität eher ein Thema bei z. B. großen Universitäten. Die familiäre Atmosphäre kann sich positiv auf die Motivation auswirken. Und wer doch mal einen Durchhänger hat, ist nicht auf sich allein gestellt.

Optimaler Start in das Berufsleben

Absolventen können dank der mehrfachen Qualifizierung in der Regel mit guten Einstiegschancen rechnen. Aus Unternehmenssicht sind Mitarbeiter, die bereits wissen, was auf sie zukommt, natürlich besonders vielversprechend, zumal durch die Praxiserfahrung auch frühzeitig Soft Skills wie Teamfähigkeit und Kommunikation trainiert werden. Das duale Studium lässt sich mit einer Berufsausbildung auf akademischem Niveau vergleichen. Hinzu kommt, dass man bereits innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne von z. B. drei Jahren in das Berufsleben starten kann.

Straffer Zeitplan

Der straffe Zeitrahmen kann natürlich auch als Nachteil gesehen werden. Nicht jedem liegt es, ein komplettes Bachelor-Studium durchzuziehen und parallel im Betrieb präsent zu sein oder gar (bei ausbildungsintegrierenden Studiengängen) eine komplette Berufsausbildung zu durchlaufen, die obendrein noch mit Berufsschulunterricht verbunden sein kann. Funktioniert dies überhaupt, ohne dass die Qualität der Ausbildung auf der Strecke bleibt? Durchaus, denn beim „normalen“ Studium enden die Lehrveranstaltungen häufig bereits am Nachmittag, hinzu kommen die mehrmonatigen vorlesungsfreien Zeiten. Diese Phasen werden beim dualen Studium (zumindest bei einigen Modellen) zu großen Teilen mit Praxis gefüllt. Das bedeutet natürlich weniger Freizeit.

Hoher Anspruch

Weil ein staatlich anerkannter dualer Bachelor-Abschluss dem nicht-dualen Bachelor-Abschluss hinsichtlich der erworbenen Qualifikation entsprechen muss, ist das duale Format besonders anspruchsvoll: Gleiche Inhalte sind bei einem insgesamt höheren Pensum zu bewältigen. Die Bildungseinrichtungen erwarten daher von den Bewerberinnen und Bewerbern ein überdurchschnittliches Engagement und starkes Interesse an fachspezifischen Themen. Doch dies wiederum bedeutet ein Vorteil für alle, die es geschafft haben: Die einstellenden Firmen wissen in der Regel, was dual studieren bedeutet ‒ und werden den Abschluss entsprechend bewerten.


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