Infos zum Motivationsschreiben für die Bewerbung zum Studium

Du hast dich auf unseren Seiten bereits umgesehen und die allgemeinen Informationen zum Thema Bewerbung gelesen? Dann solltest du jetzt weiterlesen, denn hier geht es um einen weiteren Aspekt, der auch im Bereich Eventmanagement zunehmend von Bedeutung ist. Viele Hochschulen und Akademien, die entsprechende Studiengänge anbieten, vergeben ihre begrenzten Plätze nach einem Auswahlverfahren. Das bedeutet, bereits bei der schriftlichen Bewerbung wird „ausgesiebt“, nur wer dabei überzeugt, erhält eine Einladung zu den Aufnahmetests vor Ort. Wer also meint, mit der Selbstdarstellung bis zum persönlichen Vorstellungsgespräch warten zu können, verpasst unter Umständen die Gelegenheit.

Gehört dieses Schreiben unbedingt dazu?

Grundsätzlich muss man noch sagen: nein, denn häufig ist das Motivationsschreiben (noch) nicht bei den erforderlichen Bewerbungsunterlagen aufgelistet. Aber: Es „versteckt“ sich oft in Form von Fragen im Bewerbungsformular ‒ mehr dazu gleich. Manche Hochschulen legen auch betont Wert auf das Motivationsschreiben, andere überlassen die Entscheidung den Bewerbern. Gerade dann kann dieses Schreiben eine sinnvolle Ergänzung sein, denn wer sich freiwillig die Mühe macht, beweist, wie viel ihm an diesem Studiengang oder Beruf liegt.

Zweck des Motivationsschreibens

Es geht aus dem Namen bereits hervor, dass es sich hier um ein Schreiben handelt, in dem die eigenen Beweggründe erläutert werden. Und zwar nicht in einem schlichten Satz nach dem Motto „Ich möchte Eventmanagement studieren, weil ich so gerne organisiere und ein Faible für Veranstaltungen habe“, sondern ausführlich und möglichst auf mehreren Ebenen. Mit der Antwort auf die Frage „Warum gerade dieser Studiengang“ sollte auch eine Erklärung zu den langfristigen Perspektiven einhergehen: Was möchte ich beruflich erreichen und warum wird mich dieses Studium ans Ziel bringen? Welchen Master möchte ich anschließend belegen, sodass es nun unbedingt dieser Bachelor sein muss?

Umfassende Begründungen

Es geht aber noch weiter: Auch das Studienformat spielt z. B. eine Rolle. Warum überhaupt ein Studium und nicht z. B. eine praxisnähere Aus- und Weiterbildung als Veranstaltungskaufmann/-frau? Falls du dich für das duale Studium entschieden hast, ist dies eine Besonderheit, die auch besonders begründet werden sollte. Und es genügt nicht, einen Studiengang toll oder spannend zu finden ‒ um damit wirklich erfolgreich zu sein, müssen die persönlichen Stärken und Interessen dazu passen. Daher ist es wichtig, den Studiengang im Motivationsschreiben auf diese individuellen Charakteristika zu beziehen, nach dem Motto „Anhand der aufgeführten Praktika konnte ich bereits feststellen, dass es mir liegt zu organisieren. Eine Stärke, die mich im Eventmanagement sicher weiterbringen wird. Hinzu kommt …“

Auf den Studiengang eingehen

Da die Bildungseinrichtungen verschieden aufgestellt sind und selbst scheinbar gleiche Studiengänge je nach Anbieter sich z. B. durch Wahlmodule und Vertiefungsrichtungen unterscheiden können, ist es wichtig auch auf die Frage einzugehen, warum man sich konkret bei dieser Universität, Fachhochschule oder Akademie bewirbt. Bevor du dir die hochschuleigene Homepage und/oder zugesendeten Infomaterialien ausführlich angesehen hast, solltest du also nicht mit dem Motivationsschreiben beginnen. Wenn du dir die Bewerbungsanforderungen genau durchliest, kann sich obendrein herausstellen, dass die Motivation in besonderer Form begründet werden muss.

Zunächst: genauer hinsehen

Viele Bildungseinrichtungen vereinfachen das Bewerbungsverfahren inzwischen durch standardisierte Formulare, die handschriftlich oder online ausgefüllt werden müssen. Häufig gibt es dabei bereits einen Teil, der ein eigenes Motivationsschreiben ersetzt. Bei der accadis Hochschule Bad Homburg etwa, die unter anderem den Bachelor-Studiengang „Marketing and Event Management“ anbietet, ist dafür im aktuellen Bewerbungsformular bereits eine eigene Seite vorgesehen: „Meine Motivation für das Studium an der accadis Hochschule“, lautet die Überschrift. Es sind bereits neun Gründe vorgegeben, von denen maximal drei ausgewählt werden sollen. Dabei erscheinen alle neun Wahlmöglichkeiten sinnvoll ‒ da Psychologie dahinterstecken dürfte, ist es ratsam, die Kreuzchen nicht unüberlegt zu setzen. Auch das optionale Feld „Meine Anmerkungen zur Bewerbung“ sollte nicht leer bleiben, bietet es doch eine Möglichkeit, zum Beispiel weitere Begründungen anzugeben oder Widersprüche im Lebenslauf zu erklären.

Das ausführliche Schreiben

Falls ein komplettes Motivationsschreiben verlangt wird oder du dich freiwillig dafür entscheidest, hier noch einige Informationen zur Form: Es gibt keine festen Vorgaben, aber durchaus Empfehlungen. Dieser Teil der Bewerbung bietet Raum für kreative Selbstdarstellung, die allerdings auch nicht übertrieben werden sollte. Schon die Weise, wie jemand Sätze formuliert, kann viel über die Person verraten. Bei einem Bewerbungstext sollten Grammatik und Rechtschreibung natürlich grundsätzlich einwandfrei sein. Versuche dabei, deine Beweggründe möglichst klar auf den Punkt zu bringen und nicht wiederholt schwammige Aussagen wiederzugeben oder am Thema vorbei zu schreiben. Faustregel für die Länge sind ein bis zwei DIN A-4 –Seiten. In der Bewerbungsmappe folgt das Motivationsschreiben dem Anschreiben und Lebenslauf, liegt also an dritter Stelle.

Beispiel für ein Motivationsschreiben

Damit du dir ein Bild von so einem Motivationsschreiben machen kannst, haben wir ein Beispiel für ein Motivationsschreiben bereitgestellt.


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