Bewerbung

Du hast dich für ein Eventmanagement Studium entschieden, aber dir fehlt noch der passende Studienplatz? Du stehst vor deiner Bewerbung, weißt aber noch nicht so recht, was dabei genau auf dich zukommt? Wir erklären dir hier, welche Bewerbungsverfahren es gibt, was du dabei beachten und welche Voraussetzungen du für eine erfolgreiche Bewerbung erfüllen solltest.

Du machst dir viele Gedanken über deine Bewerbung zum Studium? Vielleicht hast du auch Angst, dass es mit dem erhofften Studienplatz nicht klappt? Keine Sorge: Mit der richtigen Vorbereitung kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Und eine Bewerbung ist bei weitem auch kein Hexenwerk. Wenn du einige Fixpunkte beachtest und dich vorher gut informierst, was die jeweiligen Hochschulen verlangen und erwarten, steht einer erfolgreichen Zulassung zum Studium nur wenig im Wege. Wir wollen dir mit unserem Ratgeber bei deiner Bewerbung helfen.

Zulassungsverfahren

Beim Ablauf der Zulassung zum Studium gibt es verschiedene Varianten. Diese hängen immer mit der Hochschule bzw. dem Hochschultyp zusammen. Wir wollen dir nun die einzelnen Unterschiede näherbringen.

Zulassungsfreie Studiengänge

Diese Variante ist die einfachste Möglichkeit zum Studium zugelassen zu werden. Hierbei ist kein gesondertes Bewerbungsverfahren nötig. Meist sind Studiengänge zulassungsfrei, wenn die Anzahl der Interessenten problemlos an der Hochschule oder Universität untergebracht werden kann. Es stehen somit ausreichend Studienplätze für alle zur Verfügung und die Zulassung ist für jeden Studierenden möglich, der die formalen Anforderungen (z.B. die allgemeine Hochschulreife) erfüllt. In der Regel musst du für die Bewerbung nur alle notwendigen Unterlagen zusammentragen und kannst dich im Studiensekretariat der Universität bzw. Hochschule für das Studium einschreiben. Meist sind zulassungsfreie Studiengänge an staatlichen Universitäten oder Fachhochschulen zu finden.

Zulassungsbeschränke Studiengänge

Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen unterscheidet man zwischen zwei Varianten:

  • Studiengänge mit örtlicher Zulassungsbeschränkung

    Bei vielen Hochschulen kommt es vor, dass es mehr Interessenten und Bewerber gibt, als Studienplätze zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund müssen die Hochschulen und Universitäten einen Weg finden, eine gerechte Auswahl bei ihren Studierenden zu treffen.

    Daher gibt es den sogenannten Numerus Clausus. Dieser meint den Notendurchschnitt, den du auf deinem Abschlusszeugnis stehen hast. Dieser NC wird hierbei von der Hochschule bzw. Universität selbst festgelegt und kann daher von Hochschule zu Hochschule abweichen. Die Grundregel lautet aber: Je beliebter ein Studiengang ist, desto höher ist der NC.

  • Bundes- oder landesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge

    Diese Variante wirst du im Eventmanagement nicht antreffen. Wir wollen dir aber trotzdem erklären, was es damit auf sich hat. Hierbei wird der Numerus Clausus nicht von Hochschule zu Hochschule individuell festgelegt, sondern er ist für einen Studiengang deutschlandweit gleich. Es gibt dabei eine zentrale Stelle für die Studienplatzvergabe. Früher wurde dies über die ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) koordiniert, mittlerweile kümmert sich hochschulstart.de (Stiftung für Hochschulzulassung) darum.

    Ansonsten bleibt alles grundsätzlich gleich: Deine Durchschnittsnote entscheidet über die Zulassung oder ob du auf die Warteliste kommst. Generell betrifft diese zentrale Vergabe fast ausschließlich Studiengänge aus dem Bereich der Medizin (Tiermedizin, Zahnmedizin, Medizin, etc.).

    Auch hier gilt: Die Höhe des NC hängt ebenfalls von Angebot und Nachfrage ab. Da sich zum Wintersemester stets mehr Schulabgänger auf einen Studienplatz bewerben als zum Sommersemester, verändert sich der Numerus Clausus auch jedes Semester und wird neu bestimmt. Nichtsdestotrotz sind die Angaben des Vorsemesters immer ein guter Richtwert, da die Abweichungen meist nicht groß sind.

Wie funktioniert der NC genau?

Eine Hochschule hat zum Beispiel 150 freie Plätze zur Verfügung. Es gibt aber 200 Bewerber. Aus diesem Grund legt die Hochschule den NC auf 2,0 fest. Alle Bewerber mit einem Abi-Schnitt von 2,0 oder besser werden somit zugelassen. Sollten danach noch Plätze frei sein, weil es nur 80 Bewerber mit so guten Noten gibt, werden die Bewerber mit schlechteren NCs ausgewählt, bis alle freien Plätze besetzt sind.

Es kann zudem immer sein, dass Kandidaten abspringen, weil sie sich bei vielen Universitäten beworben haben und dadurch ein Platz wieder frei wird. Dann rückt der nächste Interessent aus einer Liste nach, denn alle Bewerber, die bei der Auswahl nicht berücksichtigt wurden, landen auf einer Warteliste.

⇒ Weitere Infos zum NC

Tipp

Wenn dein Abi nicht gut war oder dir die Hürde der Zulassungsbeschränkung zu hoch erscheint, dann finde doch einfach heraus, ob der Studiengang vielleicht auch an einer anderen Hochschule ohne Zulassungsbeschränkung angeboten wird. Bei einer Recherche, zum Beispiel in unserer großen Datenbank, findest du bestimmt eine Alternative.

Hochschuleigenes Auswahlverfahren

In der Regel haben vor allen Dingen private Hochschulen ihr eigenes Auswahlverfahren. So wird dir diese Zulassungsvariante in Bezug auf ein Eventmanagement Studium vermutlich am häufigsten über den Weg laufen. Bei einigen Hochschulen gehört die Teilnahme an einem Bewerbertag unabdingbar mit zum Auswahlverfahren. In manchen Fällen musst du auch eine Art Bewerbungstest durchlaufen.

Ein Bewerbungsgespräch ist bei hochschuleigenen Auswahlprozessen eigentlich immer vorgesehen. Weil der Teilnehmerkreis der Studierenden an privaten Hochschulen pro Semester oft deutlich kleiner und die Atmosphäre viel familiärer ist, wollen die Verantwortlichen vorher schauen, ob du auch gut an die Hochschule passt. Das Gespräch ist dabei aber weniger ein Bewerbungsgespräch, bei dem komplizierte Fragen gestellt werden, sondern oft viel mehr eine Art Kennenlerngespräch.

Zudem erwarten viele Hochschulen mit eigenem Auswahlverfahren auch ein Motivationsschreiben. Darin sollst du deine Beweggründe darstellen, warum du gerne diesen einen Studiengang genau an dieser ausgewählten Hochschule studieren willst.

Voraussetzungen

Nachdem wir dir zuerst die unterschiedlichen Zulassungswege erklärt haben, wollen wir dir nun die Voraussetzungsbedingungen aufführen. Es geht nicht darum, auf welchem Weg du dich bei einer Hochschule bewirbst und wie das Bewerbungsverfahren abläuft, sondern welche formalen Kriterien du für das jeweilige Studium mitbringen musst, um den Bewerbungsprozess starten zu können. Dabei unterscheidet man vor allen Dingen zwischen Bachelor- und Masterstudium.

Die wichtigste formale Zugangsbedingung ist schnell erklärt: Du solltest die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife (Fachabitur) haben.

Des Weiteren verlangen einige Hochschulen ein Vorpraktikum oder gewisse berufliche Erfahrungen in der Eventbranche. An anderen Einrichtungen ist dafür ein erfolgreich abgeschlossener Sprachtest (z.B. TOEFL) notwendig. Dies hängt in den meisten Fällen vom genauen Studiengang ab. Im Studiengang Internationales Eventmanagement zum Beispiel sind gute Englischkenntnisse sehr wichtig. Der Studiengang Veranstaltungstechnik erfordert hingegen ein technisches Vorpraktikum.

Eventmanagement ohne Abitur studieren?

Diese Möglichkeit gibt es auch. Welche genauen beruflichen Qualifikationen du für ein solches Studium ohne Abitur brauchst und welche Anforderungen sonst noch an dich gestellt werden, erfährst du in unserem Artikel Studieren ohne Abitur.

Wie eigentlich bei jedem Master erforderlich, gilt auch für das Masterstudium Eventmanagement ein erfolgreich abgeschlossenes Erststudium. Dies kann ein Bachelor, Diplom oder vergleichbarer Studienabschluss sein, der bereits aus dem Eventmanagement oder einem themenverwandten Studiengang stammt. Bei manchen Hochschulen ist dabei noch eine Abschlussnote von gut (2,5) oder besser erforderlich.

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Master ist der Nachweis von guten Englischkenntnissen. Viele Masterstudiengänge im Eventmanagement sind international ausgerichtet, werden sogar in Teilen in englischer Sprache unterrichtet, sodass entsprechende Sprachkenntnisse unerlässlich sind.

Tipps für deine Bewerbung

Wir wollen dir helfen, deine Bewerbung für ein Eventmanagement Studium erfolgreich zu gestalten. Du hast dir schon eine Hochschule und den passenden Studiengang ausgesucht? Sehr gut! Dann kann es ja losgehen.

Handelt es sich um eine staatliche Universität oder eine private Hochschule?

Wenn du dein Eventmanagement Studium an einer staatlichen Einrichtung absolvieren willst, musst du natürlich zuerst klären, ob es sich um einen zulassungsfreien oder zulassungsbeschränkten Studiengang handelt. Das ändert allerdings nichts an den Unterlagen, die du für deine Bewerbung einreichen musst. Hierzu gehören:

  • Daten zur Person (meist gibt es auf der Webseite der Hochschule ein Formular, das du ausfüllen musst)
  • Lichtbild
  • Abitur- oder Fachabiturzeugnis
  • Zeugnis über das Erststudium (beim Master)
  • evtl. Nachweis eines Praktikums oder erforderlicher Englischkenntnisse

Heutzutage erfolgen die meisten Bewerbungen bei staatlichen Universitäten oder Hochschulen über ein Online-Portal. Entweder kannst du dort alle nötigen Unterlagen herunterladen und musst sie nur noch gesammelt mit deinen Dokumenten per Post abschicken oder du kannst alles direkt auf einen Server hochladen und somit digital einreichen.

Bitte beachte unbedingt:

An staatlichen Universitäten gibt es immer feste Bewerbungszeiträume. In diesen musst du deine Unterlagen einreichen, um zum gewünschten Semesterstart (Wintersemester oder Sommersemester) zugelassen zu werden. Wenn du diese Frist verpasst, wird deine Bewerbung erst für das kommende Semester gültig. Die Bewerbungsfrist bei zulassungsbeschränkten Studiengängen endet für das Wintersemester am 15. Juli und für das Sommersemester am 15. Januar. Bei zulassungsfreien Angeboten ist die Frist in der Regel länger, weil keine Auswahl zwischen den Interessenten getroffen werden muss. Informiere dich aber in jedem Fall vorher nochmal direkt bei deiner Wunsch-Hochschule. Auf den Webseiten findest du alle wichtigen Informationen zur Bewerbung übersichtlich und auf den Punkt gebracht dargestellt.

Die Bewerbung an einer privaten Hochschule ist in wenigen Fällen zulassungsbeschränkt, sondern du durchläufst eigentlich immer ein hochschuleigenes Bewerbungsverfahren. Dabei musst du zuerst aber auch einige Unterlagen einreichen:

  • Daten zur Person (meist über ein vorgefertigtes Formular)
  • Lichtbild
  • Abitur- oder Fachabiturzeugnis
  • Zeugnis über das Erststudium (beim Master)
  • evtl. Nachweis über ein Vorpraktikum oder erforderliche Englischkenntnisse
  • Motivationsschreiben

Wie du aus der Auflistung schon erkennen kannst, erwarten viele private Hochschulen ein selbstgeschriebenes Motivationsschreiben. Damit sollst du nochmal verdeutlichen, warum du das Eventmanagement Studium absolvieren willst und welche Beweggründe hinter deiner Bewerbung stecken. Wie du ein solches Motivationsschreiben anfertigst und was du dabei beachten musst, kannst du natürlich auf unserem Ratgeber erfahren.

In der Regel erfolgt dann im zweiten Schritt ein Bewerbertag oder ein Bewerbungstest. Dabei werden meist Mathekenntnisse und Allgemeinbildungsthemen abgefragt. Auch dein logisches, analytisches und kreatives Denken werden geprüft. Dennoch solltest du keine Angst vor diesem Eignungstest haben! Es wirkt auf den ersten Blick deutlich schlimmer als es ist. Der Test ist normalerweise für jeden motivierten Bewerber im Eventmanagement machbar.

Zu guter Letzt erfolgt dann oft ein kurzes Auswahlgespräch. Vor diesem solltest du ebenfalls keine Angst haben! Hierbei geht es der Hochschule meist darum, herauszufinden, warum du Eventmanagement studieren willst und ob du grundsätzlich an die Hochschule und zu einem solchen Studium passt.

Ein Vorteil der Bewerbung bei einer privaten Hochschule ist: Es gibt selten feste Bewerbungszeiträume. Das Studium beginnt meistens rund um den 1. Oktober. Du kannst dich das ganze Jahr über bewerben, um deine Zulassung zum nächsten Termin zu erhalten. Das nimmt dir den Zeitdruck und du kannst dich in Ruhe auf das hochschuleigene Auswahlverfahren vorbereiten. Details zu deinem Verfahren findest du in der Regel auch auf den Webseiten der jeweiligen Hochschule.

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