Eventmanagement privat oder staatlich studieren?

Das Angebot an Studienmöglichkeiten im Bereich Eventmanagement ist groß und es wächst immer weiter. Dabei gibt es nicht nur verschiedene Studiengänge, sondern auch unterschiedliche Studienanbieter. Staatliche Universitäten und private Hochschulen sind die gängigsten Formen. Doch wo liegt der Unterschied zwischen einem privaten und einem staatlichen Studium? Was sind die Vorteile und welche Nachteile gibt es bei den beiden Varianten? Wir klären auf!

Egal ob Bachelor oder Master, Vollzeitstudium oder Fernstudium – das Angebot an staatlichen und privaten Einrichtungen ist durchaus vielfältig. Doch welcher Hochschultyp passt am besten zu dir? Neben dem richtigen Studiengang ist es auch wichtig, die passende Universität oder Hochschule zu finden. Die Unterschiede zwischen einem privaten und einem staatlichen Studium sind teils groß. Dabei geht es nicht nur um die Studienfinanzierung, sondern auch um die Organisation des Studiums. Möchtest du lieber frei studieren oder brauchst du einen straffen Ablauf? Im Folgenden zeigen wir die Unterschiede zwischen privatem und staatlichem Studium und erklären dir, wo Stärken und Schwächen der jeweiligen Variante liegen.

Das größte Angebot an Eventmanagement Studiengängen gibt es tatsächlich im Bereich der privaten Hochschulen. Da es sich um einen Studiengang aus dem Themenfeld Management handelt, welcher oft durch spezielle Schwerpunkte verknüpft wird (z.B. Sport- und Eventmanagement oder Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement), ist die Kombination schon etwas außergewöhnlicher und daher oft an privaten Hochschulen anzutreffen.

Es gibt viele Merkmale, die ein Studium an der privaten Hochschule vom Studium an der staatlichen Universität unterscheiden. Dabei geht es nicht nur um die Kosten oder die Größe der Studierendengruppe, sondern auch um kleine Unterschiede. Wir zeigen dir hier, die Charakteristika eines Studiums bei einem privaten Träger.

Finanzierung

Ein wichtiges Kriterium von privaten Hochschulen sind individuell festgelegte Studiengebühren. Diese können von Hochschule zu Hochschule abweichen und liegen in der Regel je nach Studium und Studiengang zwischen 250 und 800 Euro im Monat. Das erscheint auf den ersten Blick sehr viel, ist es teilweise auch. Nichtsdestotrotz zahlt sich die Investition in die Zukunft an privaten Hochschulen meist aus. Denn private Anbieter bieten so manche Vorteile.

Kleine Lerngruppen

An einer privaten Hochschule sitzen in der Regel zwischen 30 und 40 Studierende pro Semester in einem Kurs. Dies schafft eine kollegiale und familiäre Atmosphäre. Die Unterrichtsräume sind zwar gut besetzt, erinnern dabei aber mehr an die Schulzeit. Jeder Studierende findet einen Platz und erhält die gleiche Aufmerksamkeit von Dozenten und Professoren. Dies merkt man vor allen Dingen in der Lernbetreuung. Die Dozenten kennen alle Studierenden und können ein persönliches Verhältnis aufbauen.

Gute Betreuung

Aus diesem Grund ergibt sich auch der nächste Punkt: Aus der familiären Atmosphäre an privaten Hochschulen entwickelt sich in der Regel auch ein gutes Betreuungsverhältnis. Dozenten und Professoren sind für ihre Studierenden immer erreich- und ansprechbar. Besonders während der Prüfungsphase bzw. im Zuge der Abschlussarbeit ist dies für viele Studierende von erheblichen Nutzen. Eine individuelle Betreuung jedes Einzelnen ist somit möglich.

Dozenten mit Praxiserfahrung

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass alle Dozenten umfangreiche Praxiserfahrung vorweisen können. Dies ist ein entscheidendes Merkmal von privaten Hochschulen. Viele Professoren und Dozenten sind neben ihrer Lehrtätigkeit meist noch in der Praxis tätig. Bei einem Studium im Bereich Eventmanagement ist dies von großem Vorteil. Die Dozenten wissen somit nicht nur, worüber sie genau sprechen und was sie den Studierenden vermitteln, sondern sie können auch bei der Suche nach einem Praktikumsplatz helfen und dienen, bis ins Berufsleben hinein, als wichtiger Kontakt.

Moderne Ausstattung

Private Hochschulen sind seit wenigen Jahren auf dem Vormarsch. Es gibt immer mehr Anbieter, die sich auf dem Markt etablieren. Das bedeutet auch, dass die Hochschulgebäude meist neu und modern sind. Gerade private Hochschulen legen sehr viel Wert auf das Bild, das sie nach außen vermitteln. Neben einem zentralen, modernen Campus, gehören dazu auch die neuste Technik und eine innovative Lernatmosphäre.

Geregelter Ablauf

An privaten Hochschulen ist das Curriculum meist sehr streng geregelt. Dies bedeutet, du hast einen strikten Semesterplan, den du auch einhalten solltest. Es führt immer zu Schwierigkeiten oder Mehrbelastung einzelne Kurse nachzuholen oder Prüfungen in anderen Semestern unterzubringen. Die Regelstudienzeit an einer privaten Hochschule wird in fast allen Fällen eingehalten. Dazu gehört auch, dass du einen festen Stundenplan hast (vergleichbar mit dem in der Schule), der dir allerdings in Bezug auf die Fächer eigene Wahlmöglichkeiten lässt.

Eigenes Bewerbungsverfahren

Ein letztes Merkmal von privaten Hochschulen ist das individuelle und eigene Bewerbungsverfahren. Viele Anbieter setzen dabei nicht ausschließlich auf die Zulassung mittels Numerus Clausus, sondern haben ein eigenes Verfahren entwickelt. Dies kann ein Bewerbertag sein oder ein Bewerbungstest bzw. -gespräch. Tipps und Tricks dazu findest du in unserer Rubrik Bewerbung.

Das Angebot an staatlichen Universitäten und Fachhochschulen im Bereich Eventmanagement ist eher gering. Die unterschiedlichen Studiengänge aus der Eventbranche passen nicht unbedingt in das klassische Programmangebot von staatlichen Einrichtungen. Meist wirst du dementsprechend auf den Studiengang BWL mit Schwerpunkt Event- bzw. Veranstaltungsmanagement treffen. Wie die Bezeichnung "staatlich" dabei schon zeigt, handelt es sich um Einrichtungen, die vom Staat finanziert werden. Sie unterstützen die von der Bundesrepublik geförderte Bildung. Jede größere Stadt kann eine solche Universität oder Fachhochschule vorweisen. Oft haben die einzelnen Universitäten ein umfangreiches Studienangebot, sind aber bei einzelnen Fakultäten besonders qualifiziert. Welche Merkmale auf das staatliche Studium zutreffen, erfährst du hier.

Geringe Kosten

Durch die finanzielle Unterstützung vom Staat sind Universitäten und Fachhochschulen nicht zwangsläufig auf die Finanzierung durch Studierende angewiesen. Das bedeutet, es gibt keine hohen monatlichen Studiengebühren. In der Regel verlangen staatliche Einrichtungen einen Semesterbeitrag, dies beinhaltet eine Gebühr für organisatorische Leistungen und meist einen Beitrag für ein Studenten-Bahnticket. Der Semesterbeitrag beläuft sich je nach Universität auf 100 bis 300 Euro im halben Jahr.

Hohe Anonymität

Die Gruppen an einer staatlichen Universität oder Fachhochschule sind meist größer als bei privaten Einrichtungen. Außerdem wechselt die Zusammensetzung oft von Kurs zu Kurs. So kann es durchaus vorkommen, dass sich mehr als die Hälfte der Leute, die in einem Studiengang studieren, namentlich gar nicht kennen. Aus diesem Grund können auch die Dozenten oftmals Namen und Gesicht nicht unbedingt mit einer Person verbinden. Durch viel Eigeninitiative und Engagement kannst du dies zu deinen Gunsten ändern, aber du kannst genauso anonym bleiben, wenn du das möchtest. Es erschwert allerdings das Knüpfen von sozialen Kontakten, erspart aber gewisse Verpflichtungen.

Volle Vorlesungen

Die räumlichen Kapazitäten von Universitäten und Fachhochschulen sind deutlich größer als bei privaten Anbietern. Oft sind bis zu hundert Studierende pro Veranstaltung anwesend. Aus diesem Grund sind gerade die beliebten Dozenten oder Vorlesungen oft überfüllt. Dann kann es in Sachen Sitzplatz auch heißen: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Eine überfüllte Vorlesung ist nicht die Regel, kann aber an staatlichen Universitäten durchaus vorkommen. Dies ist ein Nachteil für die Lernbedingungen, macht aber auch die Atmosphäre des Studentenlebens an der Universität oder Fachhochschule aus.

Großer Wissenschaftsbezug

Das Studium an der Universität und staatlichen Fachhochschule ist weniger praktisch, sondern mehr theoretisch ausgelegt. Die Professoren und Dozenten haben weniger einen praktischen als einen wissenschaftlichen Hintergrund. Oft wird auf die Forschung und Lehre an staatlichen Einrichtungen großen Wert gelegt und dies wird auch den Studierenden vermittelt. Das muss nicht bei jeder Universität oder Fachhochschule der Fall sein, außerdem ist Eventmanagement generell ein Studium, das praxisnah angelegt ist. Dennoch ist der Wissenschaftsbezug im staatlichen Studium im Vergleich zur privaten Variante deutlich höher.

Freie Zeiteinteilung, viel Flexibilität

Die Rahmenbedingungen an der Uni sind nicht ganz so streng gesteckt, wie es an privaten Hochschulen der Fall ist. Natürlich erfordert ein jedes Bachelor- oder Masterstudium eine gewisse Disziplin und Koordination. Aber an der Universität kannst du dich trotzdem freier entfalten, du kannst deinen Stundenplan selbstständig und individueller zusammenstellen. Wenn du mal Klausuren oder Kurse verpasst, ist es einfacher diese nachzuholen. Somit hast du mehr Freizeit dich selbst auszuprobieren, deine Interessen abzustecken und deinen eigenen Weg zu finden.

Fazit: Was passt am besten zu mir?

Beide Varianten klingen spannend und haben für dich auf den ersten Blick Vor- und Nachteile? Doch welcher Hochschultyp passt am besten zu dir? Wir wollen versuchen, dir in unserem Fazit ein paar Tipps für deine Entscheidung mit auf den Weg zu geben.

Wichtigster Punkt vorweg: Die Finanzierung sollte kein Ausschlusskriterium sein. Heutzutage gibt es zahlreiche Mittel und Wege eine Studienfinanzierung mit unterschiedlichen Hilfen zu ermöglichen. Natürlich ist es abschreckend einen so hohen Betrag in ein Studium zu investieren. Aber durch die Kontakte und den Praxisbezug zahlt sich dies an privaten Hochschulen oft aus.

Außerdem ist der entscheidende Punkt, dass du den Weg einschlagen solltest, den du für deine berufliche Entwicklung gehen willst. Das Studium sollte dich interessieren und dir Freude bereiten und die Finanzierung daher nur an zweiter Stelle stehen. Du solltest dir auch überlegen, wo der Studiengang, den du studieren möchtest, angeboten wird und welcher Studientyp du bist. Brauchst du mehr den Druck und eine straffe Organisation? Oder doch lieber Freiräume und Individualität? Sollen Theorie und Wissensvermittlung im Vordergrund stehen oder willst du möglichst schnell und direkt in die Praxis einsteigen? Anhand dieser Fragen kannst du meist schon besser für dich abstecken, welcher Hochschultyp zu dir und deinen Vorstellungen passt.

Abschließend lässt sich sagen, dass beide Varianten Vor- und Nachteile haben und du vermutlich nie die perfekte Entscheidung treffen kannst. Wenn dir ein Studiengang gefällt und dich eine Hochschule anspricht, solltest du dich auf jeden Fall bewerben.

Studenten in der Vorlesung

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